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Hospizbewegung-Hilden :: Nachrichten
Hospiz-Nachrichten Nr. 13 (2010)

Keine Lebensverlängerung um jeden Preis

BGH stärkt die Selbstbestimmung schwerstkranker und sterbender Menschen.

Die Hospizbewegung Hilden e.V. ist Mitglied im Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV). Dieser hat mit der Pressemitteilung vom 28.07.2010 nochmals ausdrücklich bestätigt, dass seit jeher die Würde und Selbstbestimmung des Schwerstkranken und des sterbenden Menschen im Mittelpunkt einer Begleitung stehen. Durch das unlängst erlassene Urteil des Bundesgerichtshofs sieht der DHPV dieses Selbstbestimmungsrecht der Patienten nochmals gestärkt.
Aufgrund der anhaltenden Diskussionen in der Öffentlichkeit zu diesem Thema, sieht sich der Verband veranlasst, erneut hierzu Stellung zu beziehen:

Im Gegensatz zur Deutschen Hospizstiftung, die dieses Urteil deutlich kritisiert hat und in ihrer Pressemitteilung von einem „schwarzen Tag für die Schwerstkranken in Deutschland“ spricht, begrüßt der DHPV das Urteil ausdrücklich. Es stellt klar, dass eine Behandlung nicht gegen den Willen des Betroffenen durchgeführt werden darf: Damit wird für mehr Rechtssicherheit gesorgt. Der DHPV weist darauf hin, dass es ausdrückliches Anliegen der zahlreichen in der Hospiz- und Palliativarbeit engagierten Menschen ist, diese Position nochmals deutlich zum Ausdruck zu bringen und der Erklärung der Deutschen Hospiz-Stiftung zu widersprechen, durch die ein falscher Eindruck in der Öffentlichkeit über die Haltung der Hospizbewegung in dieser Frage entstanden ist. Die Deutsche Hospiz-Stiftung ist trotz ihres Namens nach eigenem Bekunden weder Dachverband noch Interessenvertretung hospizlicher Einrichtungen. Sie leistet erkennbar weder für ambulante noch stationäre Hospiz- und Palliativeinrichtungen Unterstützung aus Stiftungsmitteln und hat selbst ihre bisher geleistete Förderung für ambulante Hospizdienste im Dezember 2009 eingestellt.

Der DHPV wurde als Dachverband von nahezu 1000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen mit inzwischen rund 80.000 Ehrenamtlichen und zahl- reichen hauptamtlichen Engagierten im Jahre 1992 gegründet und vertritt deren Interessen und die Belange der schwerstkranken und sterbenden Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen.

Anneliese Becker

(teilweise der Pressemitteilung des DHPV vom 28.07.2010 entnommen)
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