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Hospizbewegung-Hilden :: Nachrichten
Hospiz-Nachrichten Nr. 9 (2008)



Seit dem 9. Mai 1995 besteht das Franziskus-Hospiz Hochdahl im Trillser Hospizzentrum.

Das Bundesmodellprojekt des damaligen Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung ist in seiner Art einmalig in Deutschland: Es ist das erste, neu errichtete Hospizzentrum mit allen denkbaren Angeboten und Leistungen von Hospizarbeit mit seinem damals neu eröffneten stationären Hospiz und einem Ambulanten Hospizdienst, der schon seit 1990 schwerkranke Menschen und deren Angehörige begleitet. Darüber hinaus bietet das Franziskus-Hospiz seelsorgerliche Begleitung, Trauerarbeit, Hinterbliebenbegleitung, Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen, ist Ausbildungsstätte für Krankenpflegeschüler und berät Berufsgruppen im medizinischen Umfeld, insbesondere hinsichtlich Palliative Care.

Dabei sind folgende Grundprinzipien Maßgabe der Arbeit des Franziskus-Hospiz Hochdahl:

Sterben gehört zum Leben. Der kranke Mensch und ihm vertraute Personen stehen im Mittelpunkt des hospizlichen Handelns. Den Menschen auch in der Lebenszeit seines Sterbens ganzheitlich zu sehen und möglichst allen seinen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist das oberste Prinzip der Hospizarbeit.

Das Franziskus-Hospiz Hochdahl ist von einem christlichen Gottes- und Menschenbild geprägt. Daraus erwachsen das Engagement für den Nächsten und der bewusste Umgang mit Grenzen, die Achtung der Würde, der Individualität und der Unverfügbarkeit des Menschen sowie die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Die persönlichen Lebensauffassungen aller Hilfesuchenden zu achten, ist Ausdruck der christlichen Prägung des Franziskus-Hospiz Hochdahl.

Das Franziskus-Hospiz nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung im Sinne der Hospizidee wahr; es trägt dazu bei, dass die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod zu einem akzeptierten Bestandteil des Lebens in der Bevölkerung wird.

In allen Hospizdiensten ist Palliative Care Grundlage des Handelns. In der Fachsprache wird der Begriff "Palliative Care" verwendet für die besondere Art der ganzheitlichen Pflege von Menschen, die dann notwendig wird, wenn keine kurative (auf Heilung ausgerichtete) Behandlung und Pflege mehr möglich sind.

Palliative Care umfasst für die Krankenpflege relevante Kenntnisse in Schmerztherapie und Symptomkontrolle, also die Wahrnehmung, Überwachung und Behandlung aller durch die Erkrankung und die Medikamente auftretenden Symptome. Neben den körperlichen Beschwerden sollen auch die psycho-sozialen und geistig-religiösen Faktoren von Schmerzen in den Blick kommen, um den Kreislauf von Angst, Schmerz, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Depression und sozialer Isolation und Verstärkung des Schmerzes zu durchbrechen.

Der ambulante Hospizdienst begleitete bislang rund 1000 Kranke im Kreisgebiet Mettmann, das Tageshospiz besuchten bis Ende 2005 95 Gäste, die zum Teil im Verlauf ihrer Erkrankung in den stationären Bereich wechselten, im stationären Hospiz selbst lebten und starben bislang rund 1200 Kranke. (Stand: Sommer 2007).

Zwölf Jahre Hospizarbeit in Trills, das heißt vielhundertfache Begegnung mit Kranken und Sterbenden, Abschied und Trauer, Leid – aber auch Trost.
An vielen Stellen wird deutlich, daß die Einrichtung Hospiz zu einem selbstverständlichen Bestandteil des öffentlichen Lebens Erkraths und Umgebung geworden ist.
Die Hochdahler Hospizarbeit hat viele Anliegen: Zu allererst natürlich die Sorge um schwerkranke und sterbende Menschen und deren Angehörigen und Freunde.
Darüberhinaus will das Hospiz mit Veranstaltungen in und außerhalb des Hospizes für die Hospizidee werben: Krankheit, Sterben und Tod als Bestandteile des Lebens anzuerkennen, Menschen in ihrem Leid nicht allein zu lassen.

Der Dank des Hospizes gilt allen Menschen, die mithelfen, die Hospizidee publik zu machen. Dank allen, die durch materielle Zuwendung die nicht gänzlich finanzierte Hospizarbeit zu unterstützen.

Im Januar 2006 besuchten Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise das Franziskus-Hospiz, um das Wirken der Hospizarbeit zu würdigen.

Mit rund 800 Mitgliedern ist der Franziskus-Hospiz-Verein der zweitgrößte der Bundesrepublik Deutschlands, seine Förderer tragen Jahr für Jahr Beträge zusammen, die es dem Hospiz erlauben, gut qualifiziertes Personal zu beschäftigen, Ehrenamtliche auszubilden und in ihrer anspruchsvollen Arbeit zu begleiten.

114 Ehrenamtliche leisten – oft seit mehr als 10 Jahren – Dienste im Hospiz.
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