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Hospizbewegung-Hilden :: Nachrichten
Festschrift

Stimmen von Betroffenen

Beistand am Ende des Weges

Hospiz war für mich seit vielen Jahrzehnten ein abstrakter Betriff, dem ich wenig Bedeutung beizumessen vermochte. Aus der Überlieferung und aus einem voreingenommen (Un)Verständnis meiner Kinderjahre, stand der Begriff für eine Art Herberge zur Unterbringung von hilflosen, kranken, vagabundierenden Menschen, also solchen „niederen“ Standes, negativ. Der Begriff Hospiz bekam bei mir erst 1984 durch die Aufnahme einer mir befreundeten alten Dame in das stationäre Hospiz in Düsseldorf mit Betreuung bis zum Tod eine positive Aufwertung.

Erst durch die Erkrankung meiner Frau vor etwa sechs Jahren, bekam ich während ihrer Aufenthalte im Städtischen Klinikum Solingen, die ersten Informationen über die Tätigkeit der Hospizeinrichtungen. Durch Mundreklamen, besonders durch die Straßen-Selbstdarstellungen der Hospizbewegung Hilden e.V. und deren Broschüren, habe ich über die wahre Bedeutung der Bewegung mehr erfahren. Bald wurde ich Mitglied. Indessen nahm ich sowohl zum Franziskus-Hospiz Hochdahl als auch zu Frau Becker, der Vorsitzenden der Einrichtung in Hilden, für den Fall einer Pflegebedürftigkeit Kontakte auf. Meine Frau war, im Bewusstsein, dass ihre Lebensuhr bald abläuft, von der Palette der Möglichkeiten einer Hospizpflege sehr angetan. Für den gegebenen Fall erklärte sie, sichtlich zufrieden, sofort ihre Bereitschaft zur Hospizbegleitung.
Vor drei Jahren wurde meine Frau pflegebedürftig. Der mehrmonatigen Pflege rund um die Uhr war ich mit der Zeit nicht mehr gewachsen. Ich war am Rande meines physischen und psychischen Leistungsvermögens. Externe Hilfe war erforderlich. Die notwendige Palliative Betreuung wurde meiner Frau durch den ambulanten Pflegedienst vom Hospiz Hochdahl zuteil. Die Hospizbewegung Hilden begleitete die Sterbende hilfreich auf ihrem Weg und stellte ihre Dienste auch gleichzeitig zur Entlastung der Angehörigen zur Verfügung.

Gerne und dankbar blicken wir, meine Töchter und ich, auf die von hoher Fachkompetenz geleiteten, ehrenamtlichen, uneigennützigen Tages- und Nachteinsätze der Pflegerinnen und Pfleger des Franziskus-Hospizes zurück. Die mühevollen, aufmerksamen und herzlichen Zuwendungen, die man der Sterbenden, aber auch uns, angedeihen ließ, kann ich nicht in wenige Worte kleiden.
Dankbar erinnern wir uns der vielen Tage und Stunden, in denen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Hospizbewegung Hilden ihre bestmögliche Hilfe boten. Die liebevolle Begleitung und der menschliche Beistand waren der Erhaltung einer bedeutungsvollen Lebensqualität dienlich.

Sie spendeten der Seele der ans Bett Gebundenen, aber auch den Angehörigen, wohltuende Hilfe, Kraft und Trost.
Ich denke, dass nur derjenige die Bedeutung und den Wert des wohltuenden tröstenden Beistandes am Sterbebett ermessen kann, der solches unmittelbar selber erlebt hat.

Mit vielen Freunden und Bekannten habe ich darüber, teils mit Erfolg, gesprochen. Es ist erstrebenswert, die Hospizbewegung Hilden als Helferin der unheilbar Kranken und der Sterbenden zu stärken und sich zur Förderung ihrer zukünftigen Ziele ideell und materiell zu verwenden.
Mit einem Glückauf

Ewald Rugullis
 
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