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Hospizbewegung-Hilden :: Nachrichten
Festschrift

Stimmen von Betroffenen

Begleitung meines 78-jährigen
darmkrebskranken Vaters in 2008

Die Krankheit ist nicht aufzuhalten! Nachdem uns das allen klar war und die Entscheidung gegen das stationäre Hospiz zugunsten des Pflegeheims gefallen war, besprachen wir mit meinem Pa die Möglichkeit, eine Begleitung durch die Hospizbewegung Hilden zu erbitten.

Unsere Familie war ratlos. –

Können wir Vater einfach so sterben lassen? – Damit leben, ihm nicht helfen zu können!? – Oder helfen wir ihm gerade damit – wenn wir ihn seinen Weg gehen lassen?
Nach einem kurzen Gespräch mit der Hospizbewegung Hilden, in dem sehr offen, ohne Vorbehalt alles diskutiert wurde und auch Lösungen jenseits von Chemotherapie und Schulmedizin offen angesprochen werden konnten, wurde deutlich, dass es schnelle und unkomplizierte Hilfe gibt.
Mir persönlich half dabei sehr, dass ich auch Dinge aus dem emotionalen Bereich vorbringen konnte und von dem reichen Erfahrungsschatz der Leitung der Hospizbewegung profitierte.
Auf jede Frage, auch im fachlich-pflegerischen Bereich, erhielt ich Antworten immer in kritischer Auseinandersetzung ohne jeglichen Dogmatismus.
Der Erstkontakt zur Einschätzung der Lage durch die Leitung fand innerhalb weniger Tage statt. Nach zwei Terminen mit der Koordinatorin wurde eine Begleiterin ausgewählt, die meinem Vater einmal wöchentlich einen Besuch abstatten sollte.
Eine nette, im Leben stehende Frau. Sie versuchte einfach, offen auf ihn einzugehen, obwohl er bereits nicht mehr gleichmäßig klar war und sein Zustand zunehmend bedenklich wurde. Sie plauderte nett mit ihm über dies und jenes, brachte ihm kleine Dinge, die er mochte, mit und versuchte, ihm den Zugang zu Vergangenem und Zukünftigem zu ermöglichen. Der Tod oder das Sterben war hierbei kein Thema, da mein Vater dies nicht ansprach.

Es ist sehr schön, dass Menschen sich für Sterbende interessieren und auf diese zugehen. Die Hilfe bei der Entscheidungsfindung in oft schwierigen Fragen war für mich in dieser Zeit das Wichtigste.
Vielen Dank an alle Beteiligten und Förderer.

G. Zydorek
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