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Hospizbewegung-Hilden :: Pressemitteilungen
Archiv

2009
Übersicht

01. November 2009Menschen für Menschen (Pfarr-Info - Pfarrverband Hilden)
06. Juni 2009Patientinnentag "Herausforderung Brustkrebs" (eigener Bericht)
19. Mai 2009Schwerer Einsatz für mehr Lebensqualität (WZ)
18. Mai 2009Zehn Jahre Hospizbewegung (RP)
17. Mai 200910-jähriges Jubiläum - Benefizkonzert (eigener Bericht)
16. Mai 200910-jähriges Jubiläum (eigener Bericht)
13. Mai 2009Zehn Jahre Hospizbewegung (RP)
13. Mai 2009Wertvolle emotionale Hilfe für Schwerstkranke und deren Angehörige (Wochenanzeiger Langenfeld)
12. Mai 2009Beistand in der schwierigsten Stunde (WZ)
12. Mai 2009Zehn Jahre Hospizbewegung (Wochenpost)
11. Mai 2009Im Team gegen ein Tabu (NRZ)
28. April 2009Konzert: Zehn Jahre Hospizbewegung (Wochenpost Hilden)
17. April 2009Für die Hospizbewegung (NRZ)
28. März 2009Hospizbewegung besteht seit zehn Jahren (Wochenanzeiger)
24. März 2009Benefizkonzert der Gospelsingers Langenfeld anläßlich des 10 jährigen Jubiläums ()
19. März 2009Standing Ovations für Gospel Singers (NRZ)
22. Januar 2009Plädoyer für den freien Willen (Hilden/Haan (RP))




Die Hospizbewegung Hilden e. V. wurde vor 10 Jahren im März 1999 gegründet. Sie hat mehr als 300 Mitglieder, einen ehrenamtlichen Vorstand und arbeitet mit 28 EhrenamtlerInnen und einer hauptamtlichen Koordinatorin.

Bei Anfragen an die Hospizbewegung nimmt die Koordinatorin Kontakt auf und besucht die
Kranken und deren Angehörigen zuhause. Bei diesem ersten persönlichen Gespräch stellt sie die individuellen Bedürfnisse fest. Überdies versucht sie die pflegerische Situation einzuschätzen und bespricht mit den Betroffenen, welche Kooperationspartner unterstützend helfen können, bzw. ob ein Pflegedienst mit eingebunden werden sollte. Es wird darüber informiert, welche pflegerischen Hilfsmittel den Alltag erleichtern und somit für den Erkrankten als auch die Angehörigen hilfreich sind. Sehr wichtig ist die Frage der Schmerzsituation. Falls eine Begleitung des Erkrankten erwünscht ist, wird durch die Koordinatorin eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter benannt, die/der die Begleitung übernimmt und für diese Aufgabe in dieser Situation am besten geeignet ist. Mit dem/der ehrenamtlichen MitarbeiterIn wird die Betreuung besprochen.
Bei einem ersten gemeinsamen Treffen werden der zu Begleitende und der/die Ehrenamtler miteinander bekannt gemacht. Es wird besprochen in welchem Umfang die Unterstützung erfolgen soll.
Die Arbeit der Koordinatorin erfordert neben Fachkenntnis und Einfühlungsvermögen die Fähigkeit, sich den Menschen in ihrer extrem schwierigen Lebenssituation ganz zu zuwenden. Voraussetzung für den Einsatz der ehrenamtlichen HospizhelferInnen sind deren umfangreiche Qualifikation und Weiterbildung durch spezielle Seminare und Vorträge der Hospizbewegung Hilden.
Die MitarbeiterInnen sind ausschließlich ehrenamtlich und konfessionsunabhängig tätig. Sie verpflichten sich selbstverständlich zur Verschwiegenheit und begleiten Menschen auf ihrem Lebensweg. Sie entlasten Angehörige für eine Zeit von ihrem Dienst am Krankenbett. Sie hören zu, lesen vor, schreiben Briefe - wenn gewünscht -, stellen Kontakte zu Verwandten oder Freunden her. Außerdem begleitet die Hospizbewegung auch Schwerstkranke und Sterbende in Alten- und Pflegeheimen. Ferner arbeitet sie eng mit den Pflegediensten und Ärzten zusammen.
Beratungen, auch zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, können im Büro der Hospizbewegung Hilden e.V. im Bürgerhaus Hilden, Mittelstraße 40, von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr, oder nach Vereinbarung auch zuhause stattfinden. Zudem ist die Koordinatorin jeden Mittwoch von 16 – 18 Uhr im St. Josef Krankenhaus in Hilden für Beratungen Vorort.
Die Kranken und deren Angehörige nehmen dankbar den intensiven Kontakt an, der in der heutigen gehetzten Zeit kaum noch Raum findet. „Zeit schenken“ ist der Wunsch der MitarbeiterInnen.
Das Sterben und der Umgang mit Sterbenden ist ein Grundthema, dennoch ist der Mittelpunkt der ehrenamtlichen Arbeit ein anderer: Die MitarbeiterInnen geben dem Leben bis zum letzten Moment einen Sinn und versuchen die Qualität des Lebens in der jeweiligen Situation zu verbessern. Wichtig ist der Mensch, was er braucht, was für ihn wichtig ist, was er noch klären möchte, was ihn bewegt und welche Gedanken ihn beschäftigen. In all diesen Fragen und Anliegen möchte die Hospizbewegung Hilden ihn unterstützen.
Die Hospizbewegung wünscht sich für die Zukunft, dass diese Betreuung in der häuslichen Atmosphäre,
mit Zeit und Liebe für den Mitmenschen, mehr angenommen wird, dass der Tod kein Tabu darstellt
und mehr Menschen sich trauen, einfach für den Anderen da zu sein.

Annemarie Hein
Koordinatorin

(Quelle : Pfarr-Info - Pfarrverband Hilden)




Stand der Hospizbewegung anlässlich
des Patientinnentag "Herausforderung Brustkrebs"
im St. Josefs Krankenhaus Hilden
am 6. Juni 2009


(Quelle : eigener Bericht)




EHRENAMT Mit einem Festakt für geladene Gäste und einem öffentlichen Benefizkonzert feierte die Hospizbewegung ihr zehnjähriges Bestehen.

Hilden. "Sterben in Würde gehört zur Lebensqualität - dafür steht die Hospizbewegung", sagte Bürgermeister Günter Scheib bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Vereins. Zum Festakt in der Stadthalle waren die ehrenamtlichen Mitglieder und zahlreiche Gäste eingeladen.

Wie schwierig die Arbeit der Hospiz-Ehrenamtler ist, zeigte Marlies Saken an einem persönlichen Beispiel auf: Sie erzählte, wie auch sie erst einmal lernen musste, nach ihrer Bindung zu den Kranken deren Tod zu akzeptieren. An diesem Beispiel zeigt sich, wie sehr sich die Mitarbeiter der Hospizbewegung auf die Patienten einlassen, und was ihnen diese Tätigkeit abverlangt.

An der Wichtigkeit und Richtigkeit ihrer Arbeit zweifelt niemand: "Die Hospizbewegung bietet Sterbenden die Möglichkeit, würdevoll aus dem Leben zu scheiden. Aber sie hilft auch den Hinterbliebenen, die mit dem Tod eines geliebten Menschen leben müssen", sagte Fritz Roth, einer der 28 ehrenamtlichen Trauerbegleiter.
(Anmerkung der Hospizbewegung Hilden e.V.: Herr Fritz Roth ist Bestatter, Trauerbegleiter und Gründer der Privaten Trauerakademie Bergisch Gladbach)

Viele Helfer haben selbst persönliche Erfahrungen mit dem Verlust einer nahe stehenden Person gemacht. So auch Heinke Griem. Die 65-Jährige ist von Anfang an dabei. Nachdem ihre Mutter gestorben war, entschied sie sich, unheilbar Kranke und deren Angehörige zu betreuen. Obwohl ihre Arbeit belastend ist, macht sie sie gerne: "Man kriegt unglaublich viel von den Menschen zurück - zum Beispiel ein Lächeln."

Von: Wassiliki Lika

(Quelle : WZ)




Hilden (RP) Einen bewegenden Geburtstag feierte die ambulante Hospizbewegung in der Stadthalle. Seit zehn Jahren werden Sterbende und ihre Angehörigen von ehrenamtlichen Helfern begleitet. Sie trösten, hören zu und helfen mit Rat und Tat. Anneliese Becker, die Frau der ersten Stunde, begrüßte die Gäste, unter ihnen Ehrenamtliche, Freunde und Förderer. Und die richtige Stimmung traf das Rondo flautini-Ensemble. Mit sanften wundervollen Flötenklängen umrahmte es die zu Herzen gehende Jubiläumsfeier.

Nach einer Ökumenischen Dankandacht erzählte Günter Scheib, Bürgermeister und zugleich zweiter Vorsitzender des Vereins, etwas sehr Persönliches. Vor langer Zeit hätte er bei einem todkranken Freund in Sprachlosigkeit verharrt. Er empfinde hohen Respekt für die Arbeit der engagierten Helfer, denen er von Herzen danke. Und er hoffe auf neue ehrenamtliche Mitglieder. "Wir brauchen Sie, unabhängig davon, ob Sie uns irgendwann brauchen", betonte er. Einblick in ihre Hospizarbeit gab Marlies Saken. Sie erzählte von einem todkranken Klienten, zu dem sie nach und nach Vertrauen aufgebaut habe. Eine anrührende Rede über das Abschiednehmen, über Bedürfnisse und Ängste und über menschliche Wärme. Nach einer Schweigeminute für die Verstorbenen berichtete Frau Dr. Averkamp, dass die Hospizbewegung in den 80er Jahren begonnen hätte und heute weltweit nicht mehr wegzudenken sei. Sie beschwor die Ehrenamtlichen weiterzumachen "Durch Ihr Dasein, Ihren Zuspruch, Ihr Mitgefühl ermöglichen Sie Menschen einen würdigen letzten Lebensabschnitt." Dem schloss sich auch der Tod- und Trauerbegleiter Fritz Roth an. Er wandte sich in einem Appell an die Gesellschaft dem Tod und der Trauer eine Stimme zu geben. Am Schluss kamen alle ehrenamtlichen Helfer auf die Bühne.

Von: Astrid Schoene

(Quelle : RP)




10-jähriges Jubiläum - Benefizkonzert

Am 17. Mai 2009 fand in der Stadthalle Hilden das Benefizkonzert der
Gospel Singers Langenfeld für die Hospizbewegung Hilden statt.



Unter dem Dirigat von Chorleiter Gregor Brück traten die Sänger und Sängerinnen
im ersten Teil in afrikanisch anmutenden Kostümen auf.

Neben klassischen Gospeln erklangen auch original afrikanische Rhythmen wie "Mamaliye" und "Freedom", die wechselweise im Zulu-Dialekt und auf Englisch vorgetragen wurden.


Seydina N`Doye aus dem Senegal begleitete den Chor
und trommelte auch gemeinsam mit seiner Gruppe „Assaman“ (in Wolof: „Himmel“).


Im zweiten Teil wurden dann auch Pop-, Swing-, Jazz- und Musicalstücke interpretiert.

Meistens mit dem gesamten Chor...
zum Teil auch in kleinen Gruppen.

Besondere Highlights waren die Auftritte der Solisten und
- nicht zu vergessen - des Sandmännchens.
Teilweise wurde der Gesang durch den zum Chor gehörenden Gitarristen begleitet.


(Quelle : eigener Bericht)




10-jähriges Jubiläum

Am 16. Mai 2009 fand die Jubiläumsfeier der Hospizbewegung Hilden e.V. anlässlich des 10-jähirgen Bestehens statt. Der Vorstand feierte mit den Mitgliedern, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und geladenen Gästen in der Stadthalle Hilden.


 
Programm:



(Quelle : eigener Bericht)




Hilden (RP) Vor zwei Jahren traf Helga Breitenbach nach langer Zeit einen guten Freund wieder. Er war schwer krank. "Als ich ihn sah, erschrak ich und war erschüttert, wie schmal und zerbrechlich er war", erinnert sich die Hildenerin. Sie besuchte ihren Freund im Hospiz des Evangelischen Krankenhauses in Düsseldorf und erlebte dort eine Weihnachtsfeier mit Todkranken und deren Angehörigen.

Anneliese Becker (l.) gründete die Hospizbewegung Hilden.
Sie hat schon vielen Menschen so wie Ursula Beyer (r.) geholfen.
RP-Foto: Archiv/ola

"Es war wie in einer großen Familie", erzählt Breitenbach: "Ich habe viel Trost, Zuneigung und Hilfe erfahren. Trotz aller Traurigkeit wurde viel gelacht." Sie empfand ein unglaubliches Kraftfeld: "Ich habe eine Kraft in mir entdeckt, von der ich früher gar nichts wusste."

Über 220 Sterbende begleitet

Helga Breitenbach ist eine von 27 ehrenamtlichen Helfern, die sich bei der ambulanten Hospizbewegung Hilden einsetzen. Vor zehn Jahren wurde dieser Verein von Anneliese Becker gegründet, um sterbende Menschen und deren Angehörigen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Sterben, Tod und Trauer sind für viele Menschen Tabu-Themen, die Angst machen und über die man nicht spricht. Die Hospizbewegung Hilden hat in den vergangenen zehn Jahren dazu beigetragen, das behutsam zu ändern.
Über 220 Sterbende und deren Angehörige haben die speziell geschulten Freiwilligen mit Rat und Tat begleitet, ihnen trotz ihrer Erkrankung ein Leben in Würde und Selbstbestimmung ermöglicht. In der Festschrift berichten Betroffene eindrucksvoll, was die liebevolle Begleitung durch die Hospizhelfer und ihr menschlicher Beistand in schwerer Stunde für sie und ihre sterbenden Angehörigen bedeutet hat. Die Mitglieder der Hospizbewegung gäben den Familien der Sterbenden oft genug Kraft, den Angehörigen bis zum Tod zu Hause zu begleiten und dadurch vielleicht nicht dem Leben mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben zu geben, würdigt Bürgermeister Günter Scheib die Leistung der Hospizbewegung.

Festakt in der Stadthalle

Gefeiert wird das Jubiläum am Samstag, 16. Mai, um zehn Uhr mit einem Empfang für alle 300 Mitglieder, ehrenamtlichen Helfer, Freunde, Förderer und geladenen Gäste in der Stadthalle. Am Sonntag, 17. Mai, geben die Gospel-Singers Langenfeld dort ein Benefizkonzert zugunsten der Hildener Hospizbewegung. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Karten zum Preis von 15 Euro (ermäßigt zwölf Euro) gibt es in der Ticketzentrale (Stadtbücherei) oder an der Abendkasse. In der Konzertpause werden zwei Bilder zugunsten des gemeinnützigen Vereins versteigert, die Helga Breitenbach gemalt hat.

Weitere Informationen erhalten Ratsuchende, Spender oder Förderer unter Tel. 02103 72-190 oder Mobil 0170 9854519.


(Quelle : RP)




Hospizbewegung feiert zehnjähriges Bestehen mit großem Gospelkonzert

Hilden.
Wer selbst schwer erkrankt oder eine ihm nahestehende Person in schwerer Krankheit oder im Sterben begleitet, stellt sich die Frage „Wer kann helfen?“. Seit zehn Jahren ist die Hospizbewegung Hilden als ambulanter Dienst hier der richtige Ansprechpartner. Vorsitzende und seinerzeit Initiatorin Anneliese Becker, 27 weitere ehrenamtliche Helfer und eine hauptamtliche Koordinatorin sind mit viel Engagement vor Ort, wenn es Betroffenen zu unterstützen gibt.

Die Gospelsingers Langenfeld gestalten das Jubiläumskonzert der Hospizbewegung am kommenden Sonntag, 17. Mai, in der Stadthalle.                                     Foto: Privat

60 Menschen hat der Verein, der insgesamt 300 Mitglieder hat, allein im vergangenen Jahr auf diese Weise betreut. „Wir reagieren sofort, wenn uns ein Hilferuf erreicht“, sagt Anneliese Becker. „Unser Ziel ist es, die kranken Menschen – egal welcher Konfession sie sind – auch in dieser letzten Lebensphase zu begleiten und ihnen ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen.“ So besuchen die Ehrenamtler Patienten im St. Josefs Krankenhaus oder in deren Wohnung. Die nicht immer leichte Arbeit ist kostenfrei; einen Zuschuss gibt es lediglich von den Krankenkassen. Ansonsten finanziert sich die Hospizbewegung über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Informationen zur Hospizbewegung gibt es im Bürgerhaus an der Mittelstraße montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr (Telefon 02103 / 72 190 oder 0170 / 98 54 519) sowie jeden Mittwoch im St. Josefs Krankenhaus von 16 bis 18 Uhr.

Das Jubiläum muss natürlich gewürdigt und entsprechendn gefeiert werden: Am kommenden Samstag, 16. Mai, findet deshalb eine Feierstunde mit geladenen Gästen in der Stadthalle statt.

Am darauffolgenden Sonntag, 17. Mai, 18 Uhr, lädt die Hospizbewegung zum großen Benefizkonzert mit den Gospels Singers Langenfeld ein (siehe gesonderten Bericht unten) ein. Dabei werden auch zwei Bilder der Hildener Künstlerin Helga Breitenbach zugunsten der Hospizbewegung an die Meistbietenden versteigert. Die Acrylarbeiten mit den Titeln „Mensch I“ und „Mensch II“ haben normalerweise einen Verkaufswert von 250, beziehungsweise 450 Euro.

Mit einem Empfang und einem Benefizkonzert feiert die Hospizbewegung Hilden am Wochen- ende ihr zehnjähriges Bestehen. Dabei werdenauch diese beiden Bilder der Künstlerin Helga Breitenbach (links), selbst Mitglied bei der Hospizbewegung, versteigert. Auf eine schöne Veranstaltung freuen sich (von rechts) Vereinsvorsitzende Anneliese Becker, Schatzmeister Manfred Schünemann sowie Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender Günter Scheib.
Foto: Michael de Clerque

Am Mittwoch, 27. Mai, veranstaltet die Hospizbewegung wieder einen Vortrag im Kplus- Forum des St. Josefs Krankenhauses mit Chefarzt Dr. Michael Lipke zum Thema „Patientenverfügung“. Hierzu kann man sich schon im Büro der Hospizbewegung anmelden.



Veranstaltung für den guten Zweck

„Gospel meets Africa“ mit Gospelsingers Langenfeld am Sonntag in der Stadthalle

Hilden. „Gospel meets Africa“ : Erfreulicherweise wird das Jubiläumskonzert der Gospel Singers Langenfeld wiederholt.

Dieses Mal tritt der Chor in der Hildener Stadthalle im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der HospizBewegung Hilden auf, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Das Konzert findet unter der bewährten Leitung von Gregor Brück am Sonntag, 17. Mai, um 18 Uhr in der Stadthalle statt. Das afrikanische Ambiente wird durch Dekoration und eine kleine Bühnenshow besonders betont, und auch diesmal wird der Senegalese Seydina N-Doye mit seiner Trommlergruppe Assaman einige Lieder mit afrikanischen Rhythmen begleiten und auch solistisch aktiv sein. Songs wie „Mamaliye” und „Freedom” werden im Zulu- Dialekt und in englischer Sprache gesungen. Das Publikum erlebt bei dem Lied „The Lion sleeps tonight“ ein Dschungel-Feeling. Karten für das Hildener Konzert sind erhältlichin der Hildener Ticketzentrale in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3 sowie im Büro der Hospizbewegung im Bürgerhaus.

Der Eintritt beträgt 15 Euro; ermäßigt 12 Euro.

(Quelle : Wochenanzeiger Langenfeld)




EHRENAMT Die Hospizbewegung in Hilden feiert am Wochenende ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt und einem Benefizkonzert.

Hilden. Sterben, Tod, Trauer – das sind die Themen, mit denen sich der Einzelne nicht gern befasst. Trotzdem gibt es Menschen, die Betroffenen und Angehörigen in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen: Die Helfer der Hildener Hospizbewegung, die vor zehn Jahren gegründet wurde. Und ihre Hilfe ist gefragter denn je: „Im ersten Jahr waren es drei Begleitungen“, erinnert sich Anneliese Becker, Initiatorin und Vorsitzende der Hospizbewegung in Hilden. Im Vorjahr wurden bereits 60 Sterbende und deren Familien begleitet – und in diesem Jahr schon 36.

„Um die Familien von ihrem schweren 24-Stunden-Job zu entlasten“, so Becker, haben sich mittlerweile rund 300 Mitglieder dem Verein angeschlossen. Und auch die Zahl der Begleiter ist beständig gewachsen. Auf 28 ehrenamtliche Begleiter, die regelmäßig weiterführende Ausbildungen erhalten, kann die Hospizbewegung zurückgreifen. Sie gewährleisten, dass bei einem Anruf möglichst noch am gleichen Tag ein erster Besuch erfolgen kann. Koordiniert wird das von der einzigen hauptamtlichen Mitarbeiterin, die werktags (10 bis 12 Uhr) im Hospizbüro im Bürgerhaus, Mittelstraße 40, erreichbar ist.

1030 Begleitstunden haben die Helfer der Hospizbewegung im vergangenen Jahr geleistet. Dazu kommen 250 Beratungen. Um ihnen für die Hilfe zu danken, findet am Samstag um 10.30 Uhr in der Stadthalle eine Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen für geladene Gäste statt. Mit allen Hildenern will die Hospizbewegung am Sonntag feiern: Um 18 Uhr beginnt in der Stadthalle ein Benefizkonzert mit den Gospel Singers aus Langenfeld, das unter dem Motto „Gospel meets Africa“ steht. Karten zum Preis von 15 Euro (ermäßigt zwölf Euro) gibt es im Hospizbüro und in der Ticketzentrale in der Stadtbücherei, Nové-Meˇsto-Platz 3.

In der Konzertpause werden zwei Bilder versteigert

Der Verein finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse der Krankenkassen. Und er ist auf Spenden angewiesen. Darum freut sich Becker über das Engagement der Hildener Künstlerin Helga Breitenbach. Sie ist Mitglied der Hospizbewegung und hat zwei Bilder zur Verfügung gestellt (Katalogpreis: 250 und 450 Euro), die in der Konzertpause versteigert werden.

Von: mick

(Quelle : WZ)




Hilden (ak). Die ambulante Hospizbewegung Hilden e.V. ist zehn Jahre alt und feiert den Geburtstag am Samstag, 16. Mai, ab 10 Uhr in der Stadthalle Hilden.

Nach der Begrüßung der Vorsitzenden Anneliese Becker, einer ökumenischen Andacht um 10.40 Uhr sowie Grußworten des Bürgermeisters Günter Scheib, Landrat Thomas Hendele und anderen Gästen berichten ehrenamtliche Helfer ab 11.30 Uhr von ihrer Arbeit.

Um 11.45 Uhr schließt sich ein Bericht über die Hospizarbeit an. Um 12 Uhr hören die Besucher einen Vortrag über Palliativ-Medizin. Über "Tod - Trauer - Trauerbegleitung" spricht Fritz Roth aus Bergisch Gladbach um 12.15 Uhr.

"Die Hospizarbeit hilft, Krakheit, Steren, Tod, Trauer stärker in den Blick zu nehmen. Ziel ist es, die kranken Menschen auch in diesen Lebensphasen und Grenzerfahrungen zu begleiten und Ihnen trotz ihrer Erkrankung ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen", sagt Anneliese Becker zu ihrer Arbeit.

(Quelle : Wochenpost)




Die Hospizbewegung feiert zehnjähriges Bestehen.

Hospiz – viele zucken schon beim Wort sofort zurück. Anneliese Becker erlebt das immer wieder. Seit zehn Jahren kämpfen die erste Vorsitzende der Hospizbewegung und ihr Team gegen die Tabuisierung der Themen „Sterben – Tod – Trauer” an. Mit Erfolg, wie Zahlen belegen. Als Anneliese Becker 1999 die Initiative ergreift, beginnt die heute 68-Jährige mit sechs Helfern und drei Begleitungen schwer kranker, sterbender Menschen. 2008 gab's bereits 60 kostenenlose und konfessionell unabhängige Begleitungen, in diesem Jahr sind es schon 36. Und das Team besteht mittlerweile aus 28 Helfern. Mit Annemarie Hein gibt es seit 1. August 2007 eine hauptamtliche Koordinatorin, der Rest ist ausschließlich ehrenamtliche Arbeit.

JUBILÄUM
Festakt und Konzert

Das zehnjährige Bestehen feiert die Hospizbewegung am Samstag, 16. Mai, mit einem Festakt und geladenen Gästen ab 10 Uhr in der Stadthalle, Fritz-Gressard-Platz 1. Dort gibt es einen Tag später ab 18 Uhr ein Benefizkonzert der Gospel Singers aus Langenfeld. In der Pause werden zwei Bilder der Künstlerin und ehrenamtlichen Mitarbeiterin der Hospizbewegung, Helga Breitenbach, versteigert.

Konzertkarten für jeweils 15, ermäßigt zwölf Euro, gibt es unter anderem in der Ticketzentrale in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, und im Büro der Hospizbewegung.
„Wir sind keine Konkurrenz zu Pflegediensten”, so Becker. „Wir betreuen die Menschen, um ihnen trotz ihrer Erkrankung ein Leben in Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Wir wollen aber auch die Angehörigen von ihrem 24-Stunden-Job entlasten, Rat geben und über schmerzlindernde Therapien und Pflegedienste informieren.”

Im Schnitt zwei Mal in der Woche, jeweils zwei Stunden lang, kommen die Ehrenamtlichen, die sich zunächst in einem Grundseminar und dann durch Fortbildungen qualifizieren, zu Menschen in Altenheime, ins Krankenhaus und nach Hause. „Leider sind es oft nur kurze Begleitungen, weil sich die Angehörigen recht spät melden”, sagt Anneliese Becker. „Nach einem Anruf sind wir bemüht, innerhalb weniger Stunden eine Betreuung zu finden.”

Helga Breitenbach gehört sein fünf Jahren zum Helferteam. „Die Arbeit ist eine absolute Bereicherung für mich. Meine Wertvorstellungen haben sich verändert. Ich habe einen natürlichen Umgang mit dem Tod gelernt.” Einmal im Monate gibt es aber auch für die Begleiter die Möglichkeit, über ihre Erlebnisse zu sprechen.

Die Wünsche der Hospizbewegung für die Zukunft bringt der zweite Vorsitzende, Bürgermeister Günter Scheib, auf den Punkt: „Unser Ziel ist es, nie jemandem sagen zu müssen, dass wir keine Zeit haben.”

Von: Daniel Wiberny

(Quelle : NRZ)




Hilden. In Jahr 2009 feiert die Hospizbewegung Hilden e.V. ihr zehn-jähriges Bestehen. Aus diesem Grunde werden die »Gospel Singers« aus Langenfeld die Arbeit der Hospizbewegung Hilden e. V. durch ein Benefizkonzert unter dem Motto »Gospel meets Africa« in der Hildener Stadthalle am Sonntag, 17. Mai, um 18 Uhr unterstützen. Unter dem Dirigat von Chorleiter Gregor Brück werden nicht nur bekannte Gospels, sondern auch original afrikanische Rhythmen wie »Mamaliye« und »Freedom« erklingen, die wechselweise im Zulu-Dialekt und auf Englisch vorgetragen werden. Seydina N`Doye aus dem Senegal wird den Chor begleiten und auch gemeinsam mit seiner Gruppe »Assaman« (in Wolof: »Himmel«) trommeln. Selbst das Bühnenbild vermittelt afrikanisches Ambiente. Neben diesem Musikgenre werden auch Pop-, Swing-, Jazz- und Musicalstücke interpretiert. Es ist nicht das erste Mal, dass die Gospel Singers die Arbeit von Hospizgruppen unterstützen: Auch für die Langenfelder Hospizarbeit und für das Kinderhospiz in Olpe trat der Chor schon unentgeltlich auf.

Karten gibt es in der Ticketzentrale, Stadtbücherei am Nove-Mesto-Platz, und im Büro der Hospizbewegung im Bürgerhaus, Mittelstraße 40.

(Quelle : Wochenpost Hilden)




Gospel Singers Langenfeld unterstützen die Arbeit mit Benefizkonzert

Auftritt für einen guten Zweck: die Gospel Singers Langenfeld


Hilden. 2009 feiert die Hildener Hospizbewegung zehnjähriges Bestehen. Diese wichtige Arbeit werden die Gospel Singers Langenfeld mit einem Benefizkonzert unter dem Motto „Gospel meets Africa” in der Stadthalle am Fritz-Gressard-Platz unterstützen. Der Chor ist auch schon für die Langenfelder Hospizarbeit und für das Kinderhospiz in Olpe unentgeltlich aufgetreten. Am Sonntag, 17. Mai, geht es in Hilden um 18 Uhr los.

Dann erklingen unter dem Dirigat des Chorleiters Gregor Brück nicht nur bekannte Gospels, sondern auch original afrikanische Rhythmen wie „Mamaliye” und „Freedom”, die wechselweise im Zulu-Dialekt und auf Englisch vorgetragen werden.

Der Senegalese Seydina N-Doye begleitet den Chor und wird auch gemeinsam mit seiner Gruppe „Assaman” trommeln. Darüber hinaus werden Pop-, Swing-, Jazz- und Musicalstücke interpretiert.

Karten für jeweils 15 Euro sind in Hilden in der Ticketzentrale in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, und im Büro der Hospizbewegung im Bürgerhaus, Mittelstraße 40, erhältlich – außerdem beim Verein Marke Monheim, Alte Schulstraße 35, und bei den Mitgliedern des Langenfelder Gospelchors. Schüler, Studenten und Inhaber der Familienkarte Hilden zahlen für die Tickets jeweils nur zwölf Euro.

Von: Daniel Wiberny

(Quelle : NRZ)




Benefizkonzert mit den Gospel Singers Langenfeld

Hilden. 2009 feiert die Hospizbewegung Hilden ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Grunde werden die Gospel Singers Langenfeld die Arbeit der Hospizbewegung durch ein Benefizkonzert unter dem Motto "Gospel meets Africa" in der Stadthalle am Sonntag, 17. Mai, unterstützen. Das Konzert beginnt um 18 Uhr.

Sie werden dazu ihr Jubiläumskonzert "Gospel meets Africa" vom September 2008 geben. Unter dem Dirigat von Chorleiter Gregor Brück werden nicht nur bekannte Gospels, sondern auch original afrikanische Rhythmen wie "Mamaliye" und "Freedom" erklingen, die wechselweise im Zulu-Dialekt und auf Englisch vorgetragen werden. Seydina N`Doye aus dem Senegal wird den Chor begleiten und auch gemeinsam mit seiner Gruppe trommeln. Selbst das Bühnenbild vermittelt afrikanisches Ambiente. Neben diesem Musikgenre werden auch Pop-, Swing-, Jazz- und Musicalstücke interpretiert.

Karten gibt es in der Ticketzentrale und im Büro der Hospizbewegung im Bürgerhaus zum Preis von 15 Euro (12 Euro ermäßigt).


(Quelle : Wochenanzeiger)




Benefizkonzert der Gospel Singers Langenfeld
In Jahr 2009 feiert die Hospizbewegung Hilden e.V. ihr 10 jähriges Bestehen. Aus diesem Grunde werden die Gospel Singers Langenfeld die Arbeit der Hospizbewegung Hilden e. V. durch ein Benefizkonzert unter dem Motto „Gospel meets Africa“ in der Hildener Stadthalle am Sonntag, den 17.05. 2009 unterstützen. Das Konzert beginnt um 18:00 Uhr.
Sie werden dazu ihr Jubiläumskonzert „Gospel meets Africa“ vom September 2008 geben. Damals waren die Karten schon lange vor dem Termin vergriffen und so hoffen alle, dass der Vorverkauf in Hilden ähnlich erfolgreich sein wird.

Unter dem Dirigat von Chorleiter Gregor Brück werden nicht nur bekannte Gospels, sondern auch original afrikanische Rhythmen wie "Mamaliye" und "Freedom" erklingen, die wechselweise im Zulu-Dialekt und auf Englisch vorgetragen werden. Seydina N`Doye aus dem Senegal wird den Chor begleiten und auch gemeinsam mit seiner Gruppe „Assaman“ (in Wolof: „Himmel“) trommeln. Selbst das Bühnenbild vermittelt afrikanisches Ambiente. Neben diesem Musikgenre werden auch Pop-, Swing-, Jazz- und Musicalstücke interpretiert.

In einem Zeitungsbericht nach einem Konzert urteilte die Presse: „... wenn die Gospel Singers zusammen kommen, treten sie stimmgewaltig auf, lassen Räume und Kirchen beben. Lebensfreude, Bewegung und Fröhlichkeit schwappen von der Bühne, da ist Gegenwehr zwecklos.“
Sich zusätzlich auf Überraschungsmomente einzulassen, verspricht einen besonderen Musikgenuss.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gospel Singers die Arbeit von Hospizgruppen unterstützen: Auch für die Langenfelder Hospizarbeit und für das Kinderhospiz in Olpe trat der Chor schon unentgeltlich auf.

Karten gibt es in der Ticketzentrale und Büro der Hospizbewegung im Bürgerhaus zum Preis von 15 € (12 € für Schüler,Studenten und Inhaber der Familienkarte).
Karten gibt es auch bei den Chormitgliedern und in Monheim bei
Marke Monheim e. V.

M. Schünemann




Langenfeld. Die Gospel Singers haben mit ihren starken Stimmen das Kulturelle Forum zum Vibrieren gebracht. Der Chor trat zur aktuellen Ausstellung "Sie prägen unsere Stadt. frauen leben langenfeld", einer Foto-Text-Präsentation mit Porträts von Langenfelderinnen auf. In kleinem, aber feinem Rahmen konnten die Sängerinnen und Sänger dabei die begeisterten Reaktionen der Gäste im ausverkauften Saal hautnah erleben. Der Chor animierte sein Auditorium zum Mitsingen und -klatschen.

Die Singers hatten bereits bei ihrem Konzert zu ihrem 15-jährigen Bestehen (die NZR berichtete) mit ihrem Programm "Gospel meets Africa" eine ausverkaufte Stadthalle fsziniert. Ein weiterer Riesen-Erfolg gelang der Gruppe nun im Kulturellen Forum. Der Chor erzeugte bei den Besuchern Gänsehaut-Feeling. Das Publlikum bedankte sich mit Standing Ovations.

Ein Benefiz-KOnzert geben die Gospel Singers am Sonntag, 17. Mai, ab 18 Uhr in der Hildener Stadthalle (Fritz-Gressard-Platz). Damit will der Chor die Hospizbewegung in der Itterstadt unterstützen.
  • Weitere Informationen über die Gruppe sind unter www.gospel-singers-langenfeld.de zu finden.

(Quelle : NRZ)





Dr. Michael Lipke, Ärztlicher Direktor des St.-Josefs-Krankenhauses Hilden, hält eine gesetzliche Regelung für überflüssig. RP-Foto: Staschik

Hilden/Haan (RP)
Der Deutsche Bundestag beschäftigt sich zurzeit mit einem Gesetz zur Patientenverfügung. Der Hildener Arzt Dr. Michael Lipke und Annliese Becker von der Hospizbewegung sehen das mit Skepsis.

Als sich Anneliese Becker einer Knieoperation unterziehen musste, hat sie ihrem Arzt eine Patientenverfügung vorgelegt und Klartext geredet: "Ich hab' gesagt, wenn ich in der starken Narkose einen Gehirnschaden erleide, sollen die Ärzte nichts mehr machen", erzählt die 68-Jährige. Als Vorsitzende der Hospizbewegung Hilden weiß Becker, wie eine solche Verfügung aussehen muss, damit der Wille des Patienten für die Ärzte eindeutig ist: "Es gibt Formulare, die man dafür benutzen kann, wirkungsvoller ist es aber, handschriftlich niederzulegen, welche Behandlungen man nicht mehr möchte, wenn der Sterbeprozess eingesetzt hat. Man kann aber auch reinschreiben, dass alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollen." Zwei Zeugen sollten unterschreiben, dass der Verfasser des Patiententestaments bei "guter geistiger Gesundheit" sei. Und mindestens alle zwei Jahre sollte man prüfen, ob die Verfügung noch aktuell ist, und dies auch mit Unterschrift und Datum dokumentieren.

Das Interesse an der Patientenverfügung sei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, weiß Becker. Sie berät pro Woche zwei bis drei Personen, bei den Vorträgen, die sie hält, sind regelmäßig 89 bis 90 Zuhörer. Dr. Michael Lipke, Ärztlicher Direktor des St.-Josefs-Krankenhauses Hilden, bestätigt den Trend: Die Zahl der Patienten, die eine Verfügung vorlegen, wachse stetig. "Das hilft uns erheblich bei unserer Urteilsfindung", sagt der Mediziner. Er hat aber auch die Erfahrung gemacht, dass manche Erklärung missverständlich abgefasst ist, weil sich der Verfasser mit medizinischen Dingen nicht so auskennt. "Der Arzt muss dann versuchen, den mutmaßlichen Willen des Patienten herauszufinden." Er rät deshalb Menschen, die eine Verfügung abfassen möchten, eine Vertrauensperson zu benennen, die in den Wunsch des Patienten eingeweiht ist.

Von dem Vorhaben, die Patientenverfügung per Gesetz zu regeln, halten Lipke und Becker nichts. "In die Inhalte und Ausgestaltung sollte sich der Staat nicht zu sehr einmischen, weil dadurch das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt gestört werden könnte und man individuelle Bedürfnisse eines Sterbenden sowieso nicht regeln kann", sagt Lipke. Der Arzt gesteht ein, dass es Fälle gibt, die ihn und seine Kollegen in einen Konflikt stürzen. "Wenn ein Patient eine künstliche Ernährung ablehnt, haben wir ein Problem." Die ärztlichen Statuten schrieben vor, dass auch ein Sterbender die Minimalversorgung erhalten muss: "Das bedeutet, alles zu tun, damit er frei ist von Hunger, Durst und Schmerzen." Sage die Patientenverfügung etwas anderes aus, werde es "sehr schwierig". Lipke: "Wir müssen dann versuchen, einen Konsens mit allen Beteiligten zu finden." "Unärztlich" fände es der Mediziner, wenn bei Zweifeln über den Willen des Kranken (etwa wenn sich dieser nicht mehr äußern kann) ein Vormundschaftsgericht angerufen werden müsste, wie es einer der drei Gesetzentwürfe vorsieht. "Das würde die Entscheidung an jemanden delegieren, der noch weniger dazu sagen kann", meint der Arzt. Für Anneliese Becker fehlt in allen drei Entwürfen die Vorgabe, dass vor der Abfassung einer Patientenverfügung eine Beratung erfolgen muss. Wenn sie sich dennoch für einen der Vorschläge entscheiden müssten, wäre das für Lipke wie Becker der Entwurf des CSU-Abgeordneten Wolfgang Zöller, "weil er dem Patienten die größtmögliche Freiheit lässt".

VON BARBARA JAKOBY


(Quelle : Hilden/Haan (RP))



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