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Hospizbewegung-Hilden :: Nachrichten
Hospiz-Nachrichten Nr. 18 (2013)

Seminar „Spiritualität“

Wochenendseminar in Bad Honnef vom 01.03. bis 03.03.2013
Tagungsort: Geistliches Zentrum der Schwestern vom guten Hirten

Thema: Spiritualität und deren Bedeutung für die Hospizarbeit

Referenten: Frau Elisabeth Leufgens-Semrau, Dipl. Sozialpädagogin,
                          Familientherapeutin, Supervisorin (SG)

                   Raymund Weber, Dipl. Theologe

Wie in der Vergangenheit haben wir uns auch in diesem Jahr wieder gefreut, an einem Weiterbildungsseminar teilzunehmen. Mit 19 Teilnehmer(innen) sind wir angereist und nach Kaffee und Kuchen konnte das Seminar zum Thema Spiritualität pünktlich um 15.00 Uhr beginnen.

Nach der Begrüßung durch die Koordinatorin Annemarie Hein wurden durch Frau Leufgens-Semrau der Seminarablauf und die Erarbeitung des Themas "Spiritualität" erklärt.
Auf Wunsch von Herrn Raymund Weber gab es für ihn eine kurze Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. Alle übrigen Teilnehmer waren untereinander, teilweise auch durch vorangegangene Seminare, bereits bekannt.
 


Wir haben im großen Kreis versucht, den Begriff Spiritualität zu beschreiben und viele Begriffe zusammengetragen: Jeder von uns hatte seine eigene Wahrnehmung. Bei der anschließenden vertiefenden Arbeit in Kleingruppen stellten wir fest, wie unterschiedlich für den Einzelnen die Vorstellung von Spiritualität ist. Sie ist nicht eindeutig zu beschreiben oder greifbar, sie wird von
jedem anders wahrgenommen und erlebt.

Was aber heißt Spiritualität in der Begleitung Schwerstkranker und sterbender Menschen?

In den drei Tagen haben wir sehr intensiv gearbeitet und nach Ende der einzelnen Lernabschnitte stellten wir fest, eine Begleitung ohne Spiritualität funktioniert nicht. Jeder von uns ist auf seine Weise spirituell und es gibt kein Rezept und keine Regel, Spiritualität zu erleben, weiter zu tragen.
Jede unserer Begleitungen ist einzigartig und nicht vergleichbar. Dabei nimmt die Spiritualität bei den einzelnen Konfessionen einen besonderen Stellenwert ein. Man kann hier auch von geistlicher Haltung sprechen, denn die Seelsorge ist für den zu Begleitenden oft eine große Hilfe in der verbleibenden Zeit seines Lebens.
Aber auch für die Menschen, deren Weltanschauung nicht mit einer der großen Religionen übereinstimmt, ist Spiritualität wichtig und erlebbar. Die Zugehörigkeit zu einer christlichen Glaubensrichtung oder anderen Weltreligionen ist also nicht Voraussetzung, um spirituell zu sein.

Das Seminar war für uns alle sehr fruchtbar und zeigt, wichtig ist nur eines: Dass wir aufmerksam und sensibel bleiben, hinhören, schauen, die Sorgen und Nöte, die Ängste der zu Begleitenden und deren Angehörige ernst nehmen, ja, dass wir authentisch bleiben.
Unser Bestreben ist es, den zu Begleitenden in der letzten Phase ihres Lebens Zeit zu schenken, sie zu begleiten und – wo noch möglich – „den Tagen mehr Leben zu geben“, Ihre Angehörigen zu entlasten, sie zu unterstützen und wenn nötig, auch sie zu begleiten.

Neben den einzelnen Lerneinheiten, sowohl im großen Kreis, in den Kleingruppen und den nach dem Abendessen kurzen Diskussionsrunden, war natürlich auch für unser leibliches Wohl gesorgt.
Den Rest der Abende haben wir dann in entspannter Runde genutzt, uns auszutauschen, um auch die Teilnehmer, die das erste Mal an einem Seminar teilgenommen haben, näher kennen zu lernen.
Nicht zuletzt hat das sonnige, wenn auch kalte Wetter, bei einem erholsamen Spaziergang am Samstagmittag dazu beigetragen, dass das Seminar erfolgreich abgeschlossen wurde.

Wir sind der Hospizbewegung sehr dankbar für dieses Wochenendseminar. Das Seminar über Spiritualität ist ein weiterer Baustein für unser Rüstzeug in den Begleitungen.
 
Doris Sieberg, Marion Ramrath
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